zurück Aktuelle Seite weiterempfehlen

Westfälische Küche

Typisch für die Küche Westfalens sind Fleischgerichte sowie kräftige Eintopfgerichte mit regionalen Zutaten wie verschiedenen Kohlsorten, Bohnen und Kartoffeln.

 

Die Wurzeln der Westfälischen Küche reichen weit zurück: In der Kirche St. Maria zur Wiese in Soest zeigt ein mittelalterliches Fenster das letzte Abendmahl Jesu, bei dem es anstelle von ungesäuertem Brot und Wein Spezialitäten aus der Region gibt. Beim „Westfälischen Abendmahl“ feiern Jesus und seine Jünger mit Schinken, dunklem Brot, Schweinskopf, Schnaps und Bier.

 

Viele westfälische Spezialitäten finden sich heute auf Tellern und Tischen im ganzen Land. Das typische "Paderborner" Graubrot, der westfälische Knochenschinken und der Pumpernickel, der in der Region seinen Ursprung hat, seien als Beispiele genannt. Typisch westfälische Fleischgerichte sind der bereits für das 14. Jahrhundert in einer Dortmunder Chronik erwähnte Pfefferpotthast, ein würziger Eintopf aus Rindfleisch und Zwiebeln, sowie Panhas, eine Fleischpastete mit Buchweizenmehl. Die Blutwurst-Spezialität „Möppkenbrot“ und die Töttchen, ein Gericht aus Kalbfleisch, sind vor allem im Münsterland verbreitet.

 

Viele dieser Gerichte wurden traditionell zur Resteverwertung nach dem Schlachten gereicht, alle Angehörigen und Helfer eines Hofes, häufig auch die Nachbarn, konnten die Hausmannskost beim Schlachtfest kosten. Einen Überblick über das kulinarische Erbe der Region gibt das Westfalen Culinarium in Nieheim, das vier Erlebnismuseen in einer Straße umfasst: Das Westfälische Bier- und Schnapsmuseum, das Westfälische Brotmuseum, das Deutschen Käsemuseum und das Westfälische Schinkenmuseum.

 

Das Pils ist wohl das bekannteste Bier und wird auch heute noch in großen und kleinen Brauereien in Westfalen gebraut.